Ereignisse vom Heimattag der Banater Schwaben in Bildern festgehalten

Unser Heimattag ist und bleibt die zentrale Veranstaltung der Banater Schwaben, an der für mehrere Stunden die Gemeinschaft aller Banater Schwaben zum Erlebnis wird. Landsleute aus mehr als 100 Heimatortsgemeinschaften aus Deutschland, aber auch Landsleute aus Österreich, aus dem Banat, aus Frankreich und sogar aus Brasilien sind gekommen, um sich auszutauschen und gemeinsam zu feiern. Auch die Jugend war zahlreich vertreten. Sie sind diejenigen, die unsere Zukunft prägen werden.
Der Bundesvorstand hat in den letzten Monaten, Wochen und Tagen intensiv an der Programmgestaltung des diesjährigen Heimattages gearbeitet. Auch nach mehr als 70 Jahren Heimattag der Banater Schwaben ist auch heute noch die Spannung im Vorfeld riesengroß. Jede Teilnehmerin oder jeder Teilnehmer sollte den Heimattag auf ihre oder auf seine Art genießen können. Ist es dem Bundesvorstand der Landsmannschaft auch in diesem Jahr gelungen? Überzeugen Sie sich selbst.

In der Innenstadt Ulm versammelten sich am Samstag (23. Mai 2026) die Banater Schwaben und warteten auf die Trachtenträger, die mit mehr als 200 Teilnehmern einzogen.
Anschließend wurden die Vertreter der Landsmannschaft der Banater Schwaben vom Ersten Bürgermeister Martin Bendel im Ulmer Rathaus empfangen. Man verdeutlichte immer wieder das gute Miteinander der Banater Schwaben und derer Patenstadt Ulm.
Nach dem Empfang im Rathaus bewegte sich der Trachtenzug mit vielen Gästen und Freunden der Banater Schwaben durch den Metzgerturm zum Donauufer an das Denkmal, dorthin, wo unsere Vorfahren im 18. Jahrhundert in den Ulmer Schachteln ins südöstliche Europa auswanderten. Hier gedachten Hunderte Landsleute dieser Zeit von vor mehr als 300 Jahren. Der Erste Bürgermeister der Stadt, Martin Wendel, hielt eine Ansprache. Dr. Claudiu Călin aus Temeswar erinnerte an unsere Geschichte in der tausendjährigen Geschichte der Temeswarer Diözese. Gefühlvolle Lieder untermalten die Feier am Ufer.
Im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm fand eine Banater-Europäische Jugendbegegnung statt.
Am Abend traten die “Lustigen Schwaben” mit dem Stück “Leit, wie schnell die Zeit vergeht” sehr erfolgreich im Donauschwäbischen Zentralmuseum auf.
Am Abend traten die “Lustigen Schwaben” sehr erfolgreich im Donauschwäbischen Zentralmuseum auf.
“Vergisst du deines Volkes Brauch und Sitten, was es für dich getan, für das gelitten, dann hat dein Leben seinen Sinn verloren und besser wär’s, du wärst nie geboren.”
(Peter Jung).
Am Pfingstsonntag ab 8:30 Uhr spielte die Donauschwäbische Blasmusik aus Reutlingen unter der Leitung von Johann Frühwald vor den Toren der Ulmer Messe als Empfang und zum Auftakt des 2. Tages auf. Viele Banater Schwaben und Freunde dieser Volksgruppe strömten in die Halle 1 des Messegeländes. Das DZM Ulm und das Dokumentationszentrum der Banater Schwaben präsentierten unter der Leitung von Dr. Swantje Volkmann und Walter Tonța eine sehr interessante Bărăgan-Ausstellung. Bei der Eröffnung war auch Dr. Tiberiu Saraforian, Bărăgan-Beauftragter in Temeswar.
Im Foyer der Messehalle wurde den Besuchern Informationsmaterial, Bücher u. v. m. von dem Banater Hilfswerk, Gerhardsforum, DBJT, Banater Landsmannschaft, Banater Post, WaRO-Verlag, Pop-Verlag, Farca-Verlag usw. zur Verfügung gestellt.
Der festlich gestaltete Pfingstgottesdienst
Die Predigt hielt Pfr. M. Krastl
Der Bundesvorsitzende der Banater Landsmannschaft, Peter-Dietmar Leber, begrüßte u. a. Martin Ansbacher, OB der Stadt Ulm, Eric Beißwenger, Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales in Bayern, Michael Fernbach, Gesandter-Botschaftsrat Rumänien, Benjamin, Vorsitzender des DFDB u.v.a. In einer Videoansprache richte sich Dr. Petra Loibl, Beauftragte für Aussiedler und Vertriebene in Bayern an Gemeinschaft der Banater Schwaben.

Aufmerksame Zuhörer: Gäste aus dem Banat: Dr. Claudiu Călin, Bistum Temeswar, Erwin Josef Țigla, Vorsitzender des DFBD, sowie Dr. Violeta Bakia, Leiterin des Donauschwabenhauses in Sindelfingen, die im Vordergrund zu sehen ist.
Der Einzug von Fahnenträgern aus mehreren Kreis- und Ortsverbänden gab der Veranstaltung einen zusätzlichen Glanz.

In den Konferenzräumen tat sich reges Interesse für verschiedene Veranstaltungen auf. So präsentierte Dr. Herta Schwarz die Entstehung der Banater Ortsnamen. Ein Vortrag von Gerhard Temari mit dem Titel “Von Perjamoscher nach Entre Rios in Brasilien” war angesagt und ist bei den Besuchern gut angekommen. “Banater Lieblingsrezepte” stellte Dr. Hildegard Zappel vor. Katharina Kilzer moderierte eine literarische Lesestunde. Die AG Tracht und die DBJT präsentierten “Das Sonntagsgewand. Frauentrachten der Banater Schwaben. Schnittmuster”.

Im großen Saal spielten die Weinbergmusikanten unter der Leitung von Gerhard Wetzler. Die DBJT und die Gäste aus Arad (Banat) führten gekonnt verschiedene Volkstänze auf. Auch unser Andreser Hansi (Mit Hansi um die Welt) war dabei. Die Stimmung war hervorragend.
In der anderen Halle spielte die Org. Donauschwäbische Blasmusik aus Reutlingen.

Am Abend spielte die “Akustik-Band” bis nach Mitternacht zum Tanz auf. Die Stimmung war großartig. Viele Banater Landsleute konnten somit ausgiebig ihre Tanzbeine schwingen lassen.
Dieser gelungene Heimattag 2026 wird bei vielen Banater Landsleuten noch lange in Erinnerung bleiben.
Fotos: Johann Janzer, Niki Dornstauder, Cornel Simionescu-Gruber, Karin Bohnenschuh, Dr. Claudiu Călin.














