Dreikönigstag

Matthias Plettlinger, Roland Ludwig, Siegfried Kirsch

Am 6. Januar zogen Gruppen von je drei größeren Jungen in weißen Leinenhosen und –hemden, mit hohen, reich verzierten Pappzylindern auf dem Kopf und bemalten Gesichtern als die „drei Weisen“ von Haus zu Haus. Am Tor wurde gefragt „Lasst ihr die heiligen drei Könige herein?“
Drinnen sangen sie ihre Lieder, trugen ihre Sprüche vor und kassierten Geld in einer Büchse ein:

Vor dem Weggehen wurde noch über der Eingangstür die Jahreszahl und K+M+B geschrieben, z.B. “19 K + M + B 80”
K+M+B wird dabei entweder als die Anfangsbuchstaben der Namen Kaspar, Melchior und Balthasar gedeutet, öfter aber als Segensbitte: Christus Mansionem Benedicat (C+M+B) = „Christus segne dieses Haus“.

Auf unserer Website Prosa & Lyrik – Erzählungen – Kindheitserinnerungen erinnert sich Josef Rieger an sein Erlebnis als er am 6. Januar im Jahre 1941 als Melchior durch Sanktandres zog.

An diesem Wintertag wurden in fast jedem Haushalt aus Hefeteig die “Dreikönigskrapfen” gebacken. Auch dazu erinnert sich der Sanktandreser als Kind an das Backen von “Dreikeenichskrapple”.

Das Rezept der Sanktandreser Krapfen am Dreikönigstag finden Sie unter Brauchtum – Kulinarisches – Dreikeenichskrapple.

M. Plettlinger, R. Ludwig, S. Kirsch