Sonntag, 18. Oktober – Auf nach Foz do Iguaçu

Nach einer weiteren kurzen Nacht hieß es schon wieder früh aufstehen: Um 9 Uhr holte uns der Bus ab. Unser nächstes Ziel war Foz do Iguaçu, im Dreiländereck Brasilien, Argentinien und Paraguay. Dort wartete eines der großen Naturwunder Südamerikas auf uns: die berühmten Iguaçu-Wasserfälle.

Doch zunächst lag eine lange Busfahrt vor uns. Rund sieben Stunden waren wir unterwegs, vorbei an schier endlosen Feldern, ausgedehnten Wäldern und immer wieder kleinen Ortschaften. Nach den aufregenden Tagen in Entre Rios und den kurzen Nächten war es wenig überraschend, dass es im Bus immer wieder verdächtig still wurde. Viele von uns nutzten die Gelegenheit, ein wenig Schlaf nachzuholen – schließlich musste man für die kommenden Erlebnisse wieder Kräfte sammeln!

Unterwegs fiel uns auch der günstige Spritpreis auf: Der Liter kostete gerade einmal 6,59 Reals. Bei unserem Wechselkurs von 1 Euro = 5,61 Real entsprach das umgerechnet etwa 1,17 Euro pro Liter. Da können wir in Deutschland leider nur von träumen …

Gegen 16 Uhr erreichten wir endlich unser Ziel. Nach unserer eher einfachen, etwas rustikalen Unterkunft in Entre Rios waren wir froh, wieder in einem ganz normalen Hotel einzuchecken. Als wir im Frühjahr unsere Brasilienreise geplant hatten, waren die guten Pensionen in Entre Rios leider bereits ausgebucht gewesen. Aber auch das gehörte zu einer solchen Reise dazu: Man kann nicht immer alles haben – und umso mehr weiß man den Komfort zu schätzen, wenn man ihn wieder genießen darf.

Am Abend kehrten wir noch einmal in eine Churrascaria ein und ließen uns die brasilianischen Grillspezialitäten schmecken. Danach ging es vergleichsweise früh ins Bett. Schließlich stand am nächsten Tag der eigentliche Grund für unsere Weiterreise auf dem Programm: die gewaltigen Iguaçu-Wasserfälle!

Ein Reisetag also, der vor allem dazu diente, die nächste Etappe unserer Brasilienreise zu erreichen. Und diesmal waren wir alle gespannt auf das Naturerlebnis, das uns erwartete.