Heute stand ein weiterer Höhepunk unserer Brasilienreise auf dem Programm! Bereits um 8 Uhr wurden wir von unserer Reiseleiterin Yvone direkt am Hotel abgeholt. Yvone sprach Deutsch und hatte schlesische Wurzeln, sodass wir uns gleich gut verständigen konnten.
Unser Ziel war der Nationalpark Iguaçu mit seinen weltberühmten Wasserfällen. Schon der Name ist Programm: „Iguazú“ stammt aus der Sprache der Guaraní und setzt sich aus den Wörtern y für Wasser und guasu für groß zusammen – also schlicht „großes Wasser“. Der Fluss Iguaçu bildet zunächst die Grenze zwischen Brasilien und Argentinien und mündet schließlich in den Paraná, der dort die Grenze zwischen Brasilien und Paraguay markiert.
Nach dem Betreten des Nationalparks, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, wurden wir mit einem Bus etwa zehn Kilometer tief in den Park hineingefahren. Und dann wartete gleich das erste besondere Erlebnis auf uns: ein Helikopterflug über die Wasserfälle und die umliegende Landschaft!
Etwa zwei Drittel unserer Gruppe hatten sich dafür entschieden, dieses Naturwunder auch einmal aus der Vogelperspektive zu betrachten. Der Blick auf die schier endlosen subtropischen Wälder und die gewaltigen Flussläufe von Iguaçu und Paraná war überwältigend. Von oben betrachtet waren die rund 2,7 Kilometer langen Wasserfälle bereits ein atemberaubendes Naturschauspiel!
Wie gewaltig es tatsächlich war, wurde uns erst richtig bewusst, als wir anschließend die Wasserfälle zu Fuß erkundeten. Hier bot sich uns ein fantastischer Blick auf die zahlreichen, teilweise wie Schleier herabstürzenden Wassermassen. An diesem Tag flossen unglaubliche sechs Millionen Liter Wasser pro Sekunde in die Tiefe. Einfach Wahnsinn!
Auf dem knapp drei Kilometer langen Weg entlang der Wasserfälle kamen wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Ca. 300 einzelne Kaskaden bilden dieses gigantische Naturschauspiel. Durch den hohen Wasserstand waren viele der Fälle besonders breit und wirkten wie eine einzige riesige Wand aus Wasser. Das Tosen, die Gischt und die gewaltigen Wassermassen waren einfach atemberaubend. Worte und Fotos können dieses Erlebnis eigentlich kaum wiedergeben – man muss es selbst gesehen und gehört haben!
Auch die Tierwelt des Nationalparks bekamen wir zu Gesicht. Nasenbären, kleine Äffchen und Leguane kreuzten unseren Weg. Auf Schlangen konnten wir allerdings gut verzichten – und glücklicherweise blieb uns eine solche Begegnung erspart!










Nach diesem beeindruckenden Vormittag stärkten wir uns beim Mittagessen, bevor es am Nachmittag in den Vogelpark ging. Was für eine Farbenpracht! Unzählige unterschiedliche, zum Teil exotische und farbenprächtige Vogelarten waren dort zu bestaunen. Dazu kamen wunderschöne Schmetterlinge, die zwischen den Pflanzen umherflatterten. Auch dieser Besuch war ein echtes Erlebnis und bildete einen schönen Kontrast zu den gewaltigen Wassermassen am Vormittag.








Viel zu schnell verging dieser erlebnisreiche Nachmittag. Am Abend ließen wir den Tag beim gemeinsamen Essen ausklingen. Danach ging es ziemlich müde, aber voller unvergesslicher Eindrücke ins Bett.
Was für ein Tag! Die Iguaçu-Wasserfälle hatten uns mit ihrer gewaltigen Naturkraft regelrecht in ihren Bann gezogen.