Am Freitagabend waren wir ganz spontan zu Besichtigung einer Fazenda eingeladen worden. Was für eine tolle Gelegenheit! Auch wenn die Nacht nach dem langen Schwabenball wieder einmal viel zu kurz ausfiel, ließen wir uns dieses Erlebnis natürlich nicht entgehen. Um 10 Uhr wurden wir bereits mit dem Bus abgeholt und hinaus auf die Felder gebracht.
Dort erwartete uns ein spannender Einblick in die Landwirtschaft von Entre Rios. Wir sahen weitläufige Mais- und Weizenfelder, Zwiebelfelder sowie Rinder, Pferde und Schweineställe. Auch die Futtermittelfabrik stand auf unserem Besichtigungsprogramm. So bekamen wir einen Eindruck davon, wie vielfältig und umfangreich die landwirtschaftliche Arbeit in dieser Region ist.
Wienfried begleitete uns und erzählte anschaulich aus dem Leben eines Landwirts. Er berichtete von den täglichen Herausforderungen, den Sorgen und Nöten, aber auch von der Bedeutung der Genossenschaft Agraria für die Menschen und die Landwirtschaft in Entre Rios.
Für uns war es besonders interessant, einmal hinter die Kulissen zu schauen und mehr darüber zu erfahren, wie viel Arbeit, Verantwortung und Organisation hinter der Bewirtschaftung der Felder und der Tierhaltung stecken. Die Besichtigung war spannend und lehrreich – und zeigte uns erneut, was die Menschen in Entre Rios gemeinsam aufgebaut haben und wie wichtig die Landwirtschaft für ihre Gemeinschaft ist.








Nach der Besichtigung der Fazenda ging es zum Mittagessen wieder in die große Festhalle. Und dort warteten schon die nächsten kulinarischen Genüsse auf uns! Bei „gebackenem Fleisch“, „Gfilltem Kraut“ – oder Sarme, wie das Gericht in Entre Rios genannt wird –, Gulasch und vielen weiteren leckeren Speisen ließen wir es uns schmecken. Bei dieser Auswahl fiel die Entscheidung nicht leicht!
Gut gestärkt verfolgten wir anschließend den Umzug historischer Traktoren. Die liebevoll präsentierten Oldtimer waren ein weiterer Höhepunkt des Festprogramms und zeigten einmal mehr, wie viel Wert in Entre Rios auf Tradition und die Geschichte der Landwirtschaft gelegt wird.





Danach hieß es: kurz verschnaufen, frisch machen und wieder in Feststimmung kommen! Denn auch am Samstagabend wurde im Veranstaltungszentrum Agraria noch einmal kräftig gefeiert. Die Volkstanzgruppen zeigten erneut ihr Können, bevor die Musik zum Tanz für alle aufspielte. Und natürlich durften auch die Zillertaler Schürzenjäger nicht fehlen, die wie schon am Vorabend für beste Stimmung sorgten.
So wurde es wieder spät – oder besser gesagt: früh! Gegen zwei Uhr morgens hieß es schließlich Abschied nehmen. Am nächsten Morgen sollten wir bereits zu unserem nächsten Reiseziel aufbrechen.
Nach diesen ereignisreichen Tagen fiel uns das Aufbrechen nicht leicht. Denn in Entre Rios hatten wir nicht einfach nur ein Jubiläumsfest besucht. Wir waren herzlich aufgenommen worden, hatten viele interessante Einblicke erhalten und neue Bekanntschaften, ja man kann fast sagen Freundschaften geschlossen. Vor allem aber hatten wir dieses besondere Gefühl erlebt, das sich nur schwer in Worte fassen lässt: Wir fühlten uns willkommen, verstanden und ein Stück weit wie daheim.
Ein ganz herzliches Dankeschön euch liebe Viviane, lieber Robert, liebe Elke und lieber Wienfried, lieber Adam! Danke für eure Gastfreundschaft, eure Zeit, die vielen interessanten Besichtigungen und die wunderbaren Begegnungen. Es war uns eine große Freude und Ehre, dieses einmalige Fest gemeinsam mit euch erleben zu dürfen.




Entre Rios und seine Menschen werden uns in bester Erinnerung bleiben. Wir kamen als Besucher – und fuhren als Freunde mit vielen schönen Erinnerungen und ertwas Wehmut im Gepäck.
Auf Wiedersehen im nächsten Jahr in Deutschland!