Wer, wann, wo und weshalb?

Weltweite Unterstützung von Banater Landsleuten ist gefragt

In Vorbereitung auf ein Flughafenfest 2025 in Temeswar (110 Jahre Flugbetrieb in Temeswar – von 1915 bis 2025) bzw. zu einer einmaligen geschichtlichen Aufarbeitung hat Dr. Jörg Biber aus Dresden, der Autor des Buches „Erlebnisse von Feinmechaniker Paul Biber als Luftschiffer auf dem Luftschiffhafen Temeswar” = rum. “Aventurile lui Paul Biber, mecanic de precizie pe aerodromul Sânandrei de lângă Timişoara” (s. auch Bericht Zeppelin-Luftschiffhafen von Sanktandres) einen Vorschlag unterbreitet bzw. eine Bitte an uns Banater Schwaben gerichtet. Deswegen veröffentlicht nun die Website der HOG Sanktandres mit Genehmigung des Autors (Archiv Dr. Biber, Dresden) einige sehr wertvolle Fotos seines Vaters Paul Biber.
Wir bitten alle Banater Landsleute, in ihren Familienalben zu schauen, ob sie auch solche Fotos mit Angehörigen vom Luftschiffhafen haben oder ob sie auf den Fotos vielleicht sogar ihre Familie oder auch ihre ehemaligen Bauernhöfe erkennen.

Abb. 117 Bauernhof
Abb. 237-b- Bäuerinnen-Abendmahl
Abb. 236 Bauernhof
Abb. 161-0-Dorfbewohner+Soldaten
Abb. 158 Kamerad Wollschwein
Abb. 141 Obstverkäufer
Abb. 238 Einsames Haus auf der Puszta
Abb. 276 Ballonaufstieg

Dieser Aufruf zur Durchsicht der Familienarchive zur Thematik Luftschiffhafen Temeswar ist sehr spannend. Es geht doch da um solche Aspekte wie:

  • Wie war die Bevölkerung in den Bau des Luftschiffhafens an der Sanktandreser Ortseinfahrt eingebunden?
  • Gab es Arbeiten während der Nutzung des Luftschiffhafens, die durch die Bevölkerung realisiert werden mussten?
  • Leistete der Luftschiffhafen Temeswar einen Beitrag zum Ausbau des technischen Fortschritts in dieser Region?
  • Wirkte sich die Versorgung der Luftschiffer mit Nahrungsmitteln auf die Versorgung der Bevölkerung aus?
  • Was geschah nach Kriegsende mit den vielen Werkstätten sowie Produkten in den Lagern?

Weiteres Bildmaterial von 1915 und 1916 (Archiv Dr. Biber, Dresden):

Abb. 105 Luftbild Luftschiffhafen Temeswar
Abb. 200 wässrige Umgebung
Abb. 230 Baden im Bassin der Gasanstalt
Abb. 203 Gartenarbeit
Abb. 138 Holzsäger
Abb. 135 Domplatz
Abb. 137 Siebenbürgerinnen
Abb.132 Bahnhof Temeswar

Temeswar hat doch damals sicher auch mindestens einen Fotografen gehabt. Gibt es vielleicht in dessen Archiv noch Fotos zu dieser Thematik? Bei Temeswar gab es auch viele Ballonaufstiege. Von diesen Ballons aus gab es auch Fallschirmabsprünge. Vielleicht finden wir dazu noch Fotos. Eine weitere Frage von großer Bedeutung: Wurden damals (1918/19) wirklich alle Alu-Fundamente der Luftschiffhalle ausgegraben und eingeschmolzen? Oder kann es sein, dass einige Alu-Fundamente noch im Erdreich sind? Sind alle Alu-Träger der Luftschiffhallenkonstruktion eingeschmolzen worden oder existieren Teile davon noch irgendwo – zum Beispiel als Teil einer Stallüberdachung oder einer Werkstattkonstruktion? Vielleicht gibt es Fotos mit Eigenheimen, die mit Material des abgetragenen Luftschiffhafens errichtet wurden.


All dies wären doch auch spannende Erkundungsaufgaben für Schüler im Rahmen von größeren Projektarbeiten. So auch die Dokumentation zur Persönlichkeit von Kornel Poppe – dem Kommandanten vom Luftschiffhafen Temeswar (s. Abb. 185-0- Poppe Kornel-Kommandant Temesvár). Er war beispielsweise ein eifriger Ballonfahrer und ist auch mit dem Fallschirm gesprungen.

Sollte diesbezüglich Fotomaterial oder irgendwelche Dokumentationen vorhanden sein, so bitten wir, uns von einer derartigen Sensation zu unterrichten. Auch Mitarbeit zu diesem einzigartigen Projekt ist gefragt (s. die Option einer Kommentarerfassung oder ein Anruf der Rufnummer ++49 (0) 1715380024 für weitere Kontaktmöglichkeiten).    



2 Gedanken zu „Wer, wann, wo und weshalb?“

  1. Sehr interessant,
    uns leider bisher
    total unbekannt.
    Hoffentlich sind noch
    andere Dokumente
    und Fotos zu diesem
    spannenden
    Thema auffindbar.

    Antworten
  2. Abb.158 Mangaliza Schwein
    Abb .141 Rumänische Obstverkäufer
    Abb .138 Rumänische Brennholz-Hacker
    Abb. 137 vor dem Dom Marktplatz
    Ich kann mich noch erinnern,dass meine Oma dort auch noch Paprika und Tomaten verkauft hat, bis der neue Markt “piata 700” eröffnet wurde.

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