70 Jahre Sendung in deutscher Sprache

Ein Film aus dem Jahr 1971 des Bayerischen Rundfunks. Wer kennt das Sendezeichen des Temeswarer Rundfunks nicht? Höre das Zeichen am Filmanfang. Ingrid Kirch und Hans Bohn waren die Moderatoren jener Zeit. Wochentags wurde in der Früh eine Viertelstunde und um 16:30 Uhr eine Dreiviertelstunde auf Deutsch gesendet.
Man höre und staune: Auch heute noch sendet Radio Temeswar eine Stunde in deutscher Sprache. Übrigens steht nicht mehr die kommunistische Ideologie im Vordergrund. Informationen aus dem Banat (Nachrichten, Kulturspiegel, aktuelle politische Themen, Kirchenmusik, das Wort zum Sonntag, die Musikbox, Pressespiegel, Erfüllung von Hörerwünschen usw. wie auch Ereignisse unserer Landsleute in Deutschland bilden das breitgefächerte Programmspektrum.

Radio Temeswar Online (Sendungen in rumänischer Sprache und in den Sprachen der mitwohnenden Nationalitäten)
Sendung in Deutscher Sprache:
Ab 12 Uhr MEZ (13 Uhr rumänische Zeit) auf 630 kHz AM (Mittelwelle)
Ab 18 Uhr MEZ (19 Uhr rumänische Zeit) auf 105,9 Hz (Ultrakurzwelle)

oder nachträglich als Podcast Sendung in deutscher Sprache

70 Jahre Radio Temeswar
Die Redaktion der ersten Stunde im Jahr 1956: Jens Varadi, Ilse Krauser und Hans Bohn.
Eine Unterbrechung gab es zwischen 1985 und 1989. Alle öffentlich-rechtliche Regionalsender wurden in dieser Zeit eingestellt.
Gegenwärtig besteht die Redaktion aus drei hauptberuflichen Mitarbeitern: Hannelore Neurohr (seit 1990), Astrid Weisz (seit 2001) und Adi Ardelean (seit 2003).

Ankündigung RADIO TEMESWAR

Quelle: ADZ

Raus aus dem Radiostudio und rauf aufs Fahrrad: Anlässlich des 70jährigen Bestehens seiner deutschen Sendung lädt Radio Temeswar am Samstag, dem 12. September, zu einer Radtour durch die Banater Heide ein. Unter dem Motto „Auf den Spuren der Banater Schwaben“ führt die rund 39 Kilometer lange Strecke von Billed über Großjetscha und Bogarosch nach Lenauheim und über Kleinjetscha wieder zurück nach Billed.
Start ist um 10 Uhr beim Deutschen Forum in Billed. Die Tour ist nicht als sportliches Rennen gedacht, sondern als gemeinschaftliche Fahrt, bei der Bewegung mit der Geschichte der durchquerten Ortschaften verbunden wird. Nach einem Zwischenstopp am Bogaroscher Friedhof ist ein längerer Halt in Lenauheim vorgesehen. Dort stellt Werner Griebel, Vorsitzender der Heimatortsgemeinschaft Lenauheim, das Lenau- und Heimatmuseum vor. Die Teilnehmer erfahren dabei nicht nur Wissenswertes über Nikolaus Lenau, dessen Geburtshaus heute Teil des Museums ist, sondern auch über die Geschichte der deutschen Bevölkerung des Ortes. Griebel wird zudem die Arbeit der Heimatortsgemeinschaft und der Landsmannschaft der Banater Schwaben in Deutschland vorstellen. Nach dem Aufenthalt in Lenauheim führt die Strecke über Kleinjetscha zurück nach Billed. Dort werden die Radfahrer im örtlichen Demokratischen Forum derDeutschen empfangen. Die Vorsitzende Brunhilde Klein
stellt die Heimatstube sowie die Tätigkeit des Ortsforums vor. Zum Abschluss wird auch kulinarisch an die schwäbische Tradition erinnert: Für die Teilnehmer gibt es Grenadiermarsch – Nudeln mit Kartoffeln – und Bratwurst.

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