Freitag, 23. Oktober – Den letzten Tag in Brasilien genießen und dann ab nach Hause

Unser letzter Tag in Brasilien war angebrochen. Bis zur Abfahrt zum Flughafen am Nachmittag blieb uns noch etwas Zeit, die wir ganz unterschiedlich nutzten.

Einige aus unserer Gruppe wollten die Gelegenheit nutzen, noch ein wenig südamerikanische Kultur mitzunehmen.

Sie besuchten die Ópera de Arame (Drahtoper), eine spektakuläre, transparente Stahlrohr-Architektur inmitten einer ehemaligen Steinbruch- und Naturkulisse.

Außerdem stand noch ein Besuch des Oscar Niemeyer Museums auf dem Programm, auch liebevoll „Das Auge“ genannt. Mit seiner außergewöhnlichen Architektur ist es eines der Wahrzeichen Curitibas und zählt zu den bedeutenden Kunstmuseen Lateinamerikas.

Die anderen nutzten die verbleibende Zeit lieber für einen gemütlichen Stadtbummel und einen Besuch der Markthalle. Dort gab es noch einmal allerlei zu entdecken – und auch das eine oder andere Mitbringsel für zu Hause. Auf dem Weg dahin wurden ein letztes Mal die Köstlichkeiten wie Kokoswasser und Zuckerrohrsaft genossen.

Zuckerrohr wird zu Saft gepresst

Pünktlich um 15 Uhr wurden wir schließlich abgeholt und zum Flughafen gebracht. Nun hieß es endgültig Abschied nehmen von Brasilien. Unsere Heimreise führte uns zunächst von Curitiba nach São Paulo und von dort weiter nach Frankfurt.

Doch bevor wir in São Paulo in den Flieger nach Deutschland steigen konnten, wurde es noch einmal aufregend. Roswitha hatte die rote Linie überschritten und damit den internationalen Bereich des Flughafens verlassen. Keiner von uns hatte bemerkt, dass man dadurch die internationale Abflugzone verlässt.

Nun standen wir vor einem kleinen Kommunikationsproblem: Es gab weit und breit niemanden, der Englisch verstand – und mit unserem Portugiesisch war es bekanntlich auch nicht weit her. Also wurde wieder einmal mit Händen und Füßen, Gesten und Handyübersetzung kommuniziert. Schließlich war klar: Roswitha musste außen herum und anschließend noch einmal durch die Sicherheitskontrolle.

Überrascht waren wir allerdings, als wir selbst von der anderen Seite ebenfalls noch einmal durch die Sicherheitskontrolle mussten. Warum das so war? Nun ja – man muss ja nicht alles verstehen! Hauptsache, am Ende waren wieder alle beisammen und wir konnten ohne weitere Zwischenfälle unseren Flug nach Frankfurt antreten.

Vor uns lagen nun rund zwölf Stunden Rückflug. Hinter uns lagen 16 Tage voller Eindrücke, Erlebnisse, Begegnungen und unvergesslicher Momente. Zwei lange Flugreisen, vier Inlandsflüge, viele Buskilometer, eine historische Zugfahrt, beeindruckende Naturwunder und vor allem wunderbare Menschen hatten diese Reise zu etwas ganz Besonderem gemacht.

OBRIGADA BRASIL – wir werden dich und die Menschen, die wir dort kennenlernen durften, in bester Erinnerung behalten!