
Eröffnungsfeier der Gemäldeausstellung STEFAN JÄGER
Am 30. September wurde im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen die Ausstellung eröffnet.
Ein breites Publikum hat sich im Saal BANAT eingefunden. Anwesend waren u. a. Raimund Haser, (MdL), Dr. Herta Schwarz, Vorsitzende des AKdFFb, Vlad Vasiliu, Generalkonsul von Rumänien in Stuttgart, Jürgen Harich, Vorsitzender der Donauschwaben, Rosi Tom, Vorsitzende des Kreisverbandes der Sathmarer-Schwaben usw. Seitens der Banater Schwaben waren Johann Janzer, Mitglied des Bundesvorstandes der Banater Landsmannschaft und HOG-Vorsitzender von Sanktandres sowie Günther Friedmann, Vorsitzender der Banater Berglanddeutschen, anwesend. Auch der Honorarkonsul von Brasilien in Stuttgart war zugegen. Es referierten Nikolaus und Herwig Horn. Die Leiterin des Hauses, Dr. Vittoria Bakia, empfing die zahlreich erschienenen Gäste.

Raimund Haser, auch Vorstandsvorsitzender des Vereins „Haus der Donauschwaben“ und Staatssekretär, begrüßte die Gäste. Die Einführung in die Künstlerbiographie machte Nikolaus Horn (Stefan-Jäger-Archiv). Die Präsentation der ausgestellten Werke vollbrachte Herwig Horn.
Die musikalische Umrahmung bot Albertina Song, Schule für Musik, Theater und Tanz (SMTT) Sindelfingen. Der musikalische Beitrag: D. Scarlatti, Sonate K. 9 ,,Pastorella“ und Schubert /Liszt ,,Gretchen am Spinnrade“.
Das Haus der Donauschwaben in Sindelfingen ist das geistige, kulturelle und emotionale Zentrum der weltweit verstreut lebenden Donauschwaben. Der Verein Haus der Donauschwaben e. V. ist der Rechtsträger des Hauses der Donauschwaben in Sindelfingen. Er ist die älteste von fünf großen überregionalen donauschwäbischen Institutionen in Deutschland.
Fotos: J. Janzer
Stefan Jäger ist am 28. Mai in Tschene geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Tschene, wo er auch die Grundschule besuchte. Getauft wurde er in der röm.-kath. Pfarrkirche in Gertianosch. Mit 12 besuchte er die Privatschule Franz Wieszners in Temeswar und von 1893 bis 1985 besuchte er die Mittelschule in Szeged. Von 1899 bis 1901 brachte er Impressionen aus Tirol (Österreich) und Venedig (Italien) mit. Von 1902 bis 1906 war er als freischaffender Künstler in Budapest tätig. Von 1906 bis 1910 reiste er nach Deutschland und arbeitete intensiv am Einwanderungsbild der Banater Schwaben. Am 15. Mai 1910 wurde das Bild in Gertianosch enthüllt. Im Jahr 1910 übersiedelte er nach Hatzfeld und fühlte sich in diesem Ort daheim. Von 1914 bis 1918 betätigte er sich als Kriegsmaler. Kriegszerstörungen beschäftigten ihn sehr. In der Zwischenkriegszeit widmete er sich Trachtenstudien. Wie in Horns Vortrag ersichtlich, verglich der Maler Jäger zum Beispiel die Tracht von Gajdobra (Batschka) mit der Tracht von Engelsbrunn. Trotz künstlerischen Schaffens von gehobenen Qualität ließen die Aufträge auf sich warten. Er porträtierte Prof. Peter Heinrich, Pfarrer Eugen Franz Mersdorf usw. Kirchweihbilder zeigte er immer wieder. Auch der Einzug der Kolonisten am Ende des II. Weltkrieges beschäftigte ihn.
,,Im patriarchalischen Alter von 85 Jahren starb in Hatzfeld Stefan Jäger, einer der repräsentativsten donauschwäbischen Maler unserer Epoche, der mit seinem berühmten Einwanderungsgemälde, das durch viele Farbdrucke weithin bekannt wurde, eine Dokumentation donauschwäbischer Geschichte schuf.“ Ferdinand Ernst Gruber.
Die Ausstellung ist bis zum 16. Oktober 2026 im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen zu sehen.

Besichtigung der Ausstellung.
Hier im Foyer des Hauses werden Bilder wie ,,Blick in den Tanzsaal“, „“Heimfahrt vom Felde“ eine Leihgabe von Radegunde Täuber und ,,Pferdegespann auf dem Feld“, Eigentum HdD gezeigt.
Herwig Horn, Referent der Ausstellung, stellt erfreulicherweise unserer Website einige Bilder von Stefan Jäger zur Verfügung.
U. a. skizzierte der Maler auch eine Sanktandreser Sommertracht beim Tanz.
Herzlichen Dank für das wunderschöne Bildmaterail.

Die Fronleichnam-Kapelle.
Hier steht nicht die Prozession im Mittelpunkt. Es ist das Vorbereiten, das Schmücken der Kapelle, was die Leute begeisterte

Pferdegespann auf dem Felde.
Ein wunderbarer Blich auf das Kornfeld. Der rote Klatschmohn (Pipatsche) bereichert die Schönheit des Feldes.

Heimweg vom Felde.
Zufriedene Menschen nach getaner Arbeit, genießen den Feierabend auf der banatschwäbischen Heide.

Sanktandreser Sommertracht (Skizze).
Die Andreser Tracht blieb dem berühmten Banater Maler nicht verborgen.
Danke.