Begegnungen in Corona – Zeiten

Die Corona-Zeit hat uns und alles um uns herum verändert. Notgedrungen müssen wir auf vieles verzichten und die Leute auf Distanz begegnen. Zwischendurch gab es einige Lockerungen aber mittlerweile ist wieder alles schlimmer. Die Hoffnung, dass es im nächsten Jahr besser wird, ist für mich schon ein Lichtblick.

Ich arbeite in einem großen Industriebetrieb in Herzogenaurach und als die Schulen geschlossen und die Ausgangsbegrenzungen verordnet wurden, hat unser Arbeitgeber entschieden, wo möglich, im Homeoffice zu bleiben. Seither arbeite ich von zuhause aus. Anfangs war ich ganz froh darüber und jetzt bin ich dankbar, dass ich „alle heilich Zeit“ mal wieder ins Büro kann.

In Erlangen mussten unsere monatlichen Sonntagstreffs mit den Banater Schwaben bis auf Weiteres abgesagt werden. Die städtischen Räumlichkeiten stehen uns nicht zur Verfügung. Im September konnten wir uns unter strengen Hygieneauflagen einmal treffen. Wir sind guter Dinge, dass es im Frühjahr wieder aufwärts geht.

Dafür waren wir auf Ebene der HOG Sanktandres recht aktiv und haben uns per Internet-Chat getroffen und einiges in die Wege geleitet. Wir haben unsere Homepage weit vorangebracht, Gedanken fürs nächste Treffen gesammelt und schon einige Beschlüsse gefasst.

Da unser singAndres-Chor-Probenwochenende entfallen musste, haben wir uns auch in diesem Kreis zu einem virtuellen Treffen zusammengefunden und Anfang Oktober ist es sogar zu einem persönlichen Treffen gekommen. Es wurden Pläne für zukünftige Auftritte geschmiedet, jedoch singen konnten wir nur ganz sporadisch draußen, mit dem nötigen Sicherheitsabstand.

In unserem häuslichen Umfeld erscheint es mir wichtig, über unsere sonntäglichen Straßenkonzerte zu berichten. Seit Ostern treffen sich fast alle Bewohner unserer Straße – keine weiteren Banater Schwaben – vor ihren Häusern oder Gärten zum gemeinsamen Musizieren und Singen. Verstummte Instrumente erklingen wieder und auch das gemeinsame Singen macht Freude. Jeder gibt sein Bestes. Auch die Kinder, die ein Instrument lernen, machen mit und dürfen sich jeweils ein Stück wünschen. Das hat sich zu einem beliebten Ritual entwickelt, das bis heute noch anhält. Um 18:00 Uhr, nach dem Kirchläuten erklingt als erstes die „Europahymne“ und zum Schluss kommen die „Irische Segenswünsche“ dran, mit dem abschließenden Wortlaut:

„Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.“

In diesem Sinne alles Gute und viele Grüße,

Barbara Hehn

Straßenkonzert am 1. Advent in Erlangen

Bald ist Nikolausabend

Es rauscht der Wind im Winterwalde
durch die kühle graue Flur,
und ein jeder hofft, schon balde
find er St. Niklolauses Spur.
Ach, wann wird er endlich kommen,
dieser heiß ersehnte Gast?
Kinder blicken teils benommen
von Baum zu Baum, von Ast zu Ast.
In den Blicken heißes Sehnen,
Fragen, was wird dann geschehn?
Und mancher tut schon mal erwähnen,
“Ich hab St. Nikolaus gesehn”.

Autor unbekannt

Advent 2020 auf Erlanger Straße

Zündet die Lichter an

Diese Nacht darf nicht einsam sein
und nicht ohne Lobgesang.
Sie darf nicht dunkel bleiben,
sondern werde erhellt
vom himmlischen Licht;
zahllose Lichter sollen angezündet werden
in der ganzen Christenheit!

Thomas von Kempen

Schreibe einen Kommentar