Sanktandres im Jahrbuch 2022 vertreten

Die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien bringt jährlich ein Jahrbuch für seine Leser und für alle Interessierten der deutschen Minderheit im Banat und Siebenbürgen heraus. So auch im Jahr 2022 geschehen.
Das Jahrbuch ist ein Zeugnis der Gemeinschaft – viele Menschen haben einen Beitrag geleistet, um gemeinsam dieses Buch – und vieles, wovon darin berichtet wird – zustande zu bringen.
Das Deutsche Jahrbuch für Rumänien 2022 von Nina May, Rohtraut Wittstock, Ionut Budascu beinhaltet viele Neuigkeiten und lässt seine Leser in den Kapiteln Im Dienste der Gemeinschaft, Aus Stadt und Land, Kultur und Kulturerbe, Lesespaß, Heimat-Brauchtum-Mundart, Reisen und Wandern, Rätselhafte Heimat sowie die Anschriften des DFDR wirklich nichts unerwähnt. Es lohnt sich allemal zu diesem Buch zu greifen.

Die ADZ veröffentlichte in der Ausgabe vom 26.02.2022 einen Überblick des Jahresbuches 2022 von Veronika Zwing.

Das diesjährige Jahrbuch beginnt wie üblich mit Geleitworten, vom Vorsitzenden des DFDR Paul Jürgen Porr, vom neuen Botschafter Deutschlands Dr. Peer Gebauer, und vom DFDR-Abgeordneten Ovidiu Gant, der auch in einem ausführlichen Interview zu Wort kommt.
Ein Beitrag von Stephan Steiner berichtet  von einem wenig bekannten Kapitel der Banater Geschichte: Im Zuge der „Temeswarer Wasserschübe“ hatte Maria Theresia über Jahrzehnte unerwünschte Angehörige der Bevölkerung ins Temeswarer Arbeitshaus deportieren lassen. Andere Umsiedlungen unter zweifelhaften Umständen thematisiert auch Werner Kremm in „Als Rumänien Deutschland Roma als Deutsche verkauft hat“, und Michael Mundt berichtet von der „Ausweisung der Armenier aus Bistritz anlässlich der Pest im Jahre 1712“.
Hochschullehrer Jörg Biber (TU Dresden) erzählt im Interview mit Raluca Nelepcu (ADZ-Redakteurin) über den aufsehenerregenden und nun publizierten Nachlass seines Vaters, der während des I. Weltkriegs als Feinmechaniker auf dem Luftschiffhafen (Epoche der Zeppeline) in der Gemeinde Sanktandres/Szentandrás im Banat tätig gewesen war. Dr. Jörg Biber besitzt Aufzeichnungen, Erlebnisbeschreibungen und Fotos von seinem Vater. Die Erlebnisbeschreibungen geben einen kleinen Einblick in das Leben auf dem Luftschiffhafen wie auch in der Umgebung rund um Sanktandres. Zu den Bauern der Umgebung scheinen die Luftschiffer ein gutes Verhältnis gehabt zu haben. Dies und vieles mehr schildert Dr. Biber in dieser Buchausgabe.
Über die Mundart der Sathmarer Schwaben hat Arthur Glaser einen Beitrag verfasst. Auch zu anderen Formen des Kulturerbes gibt es verschiedene Beiträge. Edith Singer berichtet von der „Guttenbrunner Kirchweihtracht“, und Johann Janzer beschreibt das Osterfest in Sanktandres von den 1950er bis 1980er-Jahren.
Der Literatur sind viele Seiten im Jahrbuch eingeräumt. Ein Kapitel widmet sich den Gedichten und Texten von Niki Schmidt, Amalia Singer und Helen Alba, die in banat-schwäbischer Mundart verfasst sind.
Stefana Ciortea-Neamtiu hat den Nationalpark Semenik-Karasch-Schluchten besucht und berichtet von „Semenik, Wind und Heidelbeeren“. Bis zum Zeitvertreib mit den ersten Beeren kann man sich mit Kreuzwort- und anderen Rätseln im neuen Jahrbuch amüsieren.

Interessenten für das Jahrbuch melden sich bitte in der ADZ-Redaktion unter aboservice@adz.ro oder Tel. +40 (0) 21 317 89 18 (rumänisch) bzw. +40 (0) 21 317 89 16 (deutsch). Natürlich ist eine Bestellung auch online beim Schillerverlag möglich:
Erasmus Büchercafe-Bücher aus und über Siebenbürgen, das Banat und ganz Rumänien https://www.buechercafe.ro/thema.html?cat=47

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