Hauptversammlung des Bundesvorstandes


Entsprechend der Satzung der Landsmannschaft der Banater Schwaben fand am Samstag, dem 14. Februar 2026, im Haus der Begegnung in Ulm die Hauptversammlung unseres Bundesverbandes statt.

Hierzu erhielten die gewählten Delegierten der Landesverbände und der Heimatortsgemeinschaften eine persönliche Einladung vom Bundesvorstand.

Die Tagesordnung beinhaltet folgende Punkte:

1. Eröffnung der Hauptversammlung:
a) Grußworte
b) Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung der Hauptversammlung und der Beschlussfähigkeit
c) Feststellung der Stimm- und Vertretungsrechte der anwesenden Delegierten
2. Tätigkeitsbericht des Bundesvorstandes
3. Finanzbericht
4. Bericht der Rechnungsprüfer
5. Aussprache
6. Entlastung des Vorstandes
7. Neuwahl des Bundesvorstandes:
a) Bestellung des Wahlleiters und der Wahlhelfer
b) Neuwahl des Bundesvorstandes
8. Aufgaben der Landsmannschaft in der nächsten Amtsperiode
9. Verschiedenes

Eröffnung der Hauptversammlung

Der Bundesvorstand wird laut Satzung alle drei Jahre gewählt. Im Haus der Begegnung nahmen 81 vorher gewählte Delegierte Platz, um einen neuen Bundesvorstand zu wählen. Auch fast 30 Gäste haben sich eingefunden, um dem bevorstehenden Ereignis beizuwohnen.

Patrick Polling, Bundesvorsitzender der Deutschen Banater Jugend- und Trachtengruppe (DBJT), eröffnete die Hauptversammlung. Es wurde die Banater Hymne angestimmt.

Anschließend begrüßte Peter-Dietmar Leber, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben, alle Anwesenden.

Dann gedachten alle Teilnehmer der engagierten Landsleute in einer Schweigeminute, die sich stets für unsere banatschwäbischen Ideale einsetzten und im Zeitraum von drei Jahren von uns allen Abschied nehmen mussten. Mögen sie in Frieden ruhen!

Tätigkeitsbericht des Bundesvorsitzenden

Tätigkeitsbericht
Foto N. Dornstauder

Es ist kaum zu fassen, wie viele Aktivitäten und Events sich in einer Zeitspanne von drei Jahren entwickelten, präsentiert und erlebt wurden. Der Bundesvorsitzende versuchte, in einem fast endlosen Resümee alle Begebenheiten zu erwähnen. Die zahlreichen Erfolge der letzten Jahre konnte man nicht genug bewundern.
Die Heimattage im Banat 2023 und 2025, wobei die Landsmannschaft stets den Verantwortlichen des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat zur Seite stand, zeichneten sich als voller Erfolg ab. Mehrere Heimatortsgemeinschaften polierten mit eigenen Festen die unvergesslichen Tage im Banat auf. U. a. auch die HOG Sanktandres feierte gemeinsam mit der heutigen Bevölkerung. Zum Beispiel: ein unvergesslicher Tag in Sanktandres und ein toller Geschichtstag mit einer dazugehörigen Ausstellung.
Die politischen Begegnungen der Vertreter unseres Verbandes mit hochrangigen Politikern aus dem In- und Ausland besagen unser Stellenwert in der deutschen und rumänischen Gesellschaft.
Der Heimattag an Pfingsten 2024 lockte viele Banater Schwaben in die Messehalle von Ulm.
Das alljährliche Banater Chortreffen startete nach der Corona-Zeit in Pforzheim wieder einen neuen Anlauf. Im Jahr 2024 stand zum letzten Mal der beliebte Schubert-Chor unter der Leitung von Adrian-Nuca Bartzer auf der Bühne. Im Jahr 2025 zeigte die Singgruppe “singAndres” unter der Leitung von Heidrun Till als einziger Chor einer Heimatortsgemeinschaft, wie toll eine Gemeinschaft funktionieren kann.

Trachtenzug in Richtung Temeswarer Dom an den Heimattagen der Banater Deutschen
Tanzreigen einer Banater Tanzgruppe an dem Tag der Heimat in Ulm
Erfolgreiches Team des Banater Hilfswerks in Ingolstadt
Fotos: H. Janzer
Blick in die Hauptversammlung. Foto: N. Dornstauder

Erfolge der Untergliederungen

Landesverband Baden-Württemberg: Klausurtagung in Herrischried, Kulturtagungen im Haus der Heimat, Landestrachtenfeste in Göppingen, alljährliches Blasmusikkonzert in Mannheim.
Landesverband Bayern: Festakt am Donauufer in Ingolstadt, Gedenken an die Russlanddeportierten, Blasmusikkonzerte.
Landesverband Rheinland-Pfalz: Donauschwäbische Anerkennung der Banater Schwaben im Donauschwaben haus in Frankenthal.
Landesverband Berlin: zahlreiche Kontaktknüpfungen mit Vertretern aus Politik und Kultur.
Hilfswerk der Banater Schwaben: Erfolgreiches Wirken im Seniorenheim “Nischbach” in Ingolstadt.
Deutsche Banater Jugend- und Tanzgruppe: Auftritte im In- und Ausland, Preis in Berlin mit “Gredlhingl un Hanslkokosch“.
Kreisverbände: Hervorgehoben wurden die KV Forchheim, Spaichingen, Waldkraiburg, Nürnberg, Karlsruhe, Esslingen, Erlangen usw.

Heimatortsgemeinschaften:
Die Blumenthaler ehrten ihren Heimatdichter Peter Barth. Die Neuarader feierten ihren 300. Jahrestag der Einwanderung, Die Neupetscher gedachten 300 Jahre seit der Ankunft der deutschen Siedler. Die Einweihung der renovierten Kirche in Neubeschenowa fand großen Anklang. Jubiläumsfeiern wurden in Guttenbrunn, Perjamosch, Rekasch, Nitzkydorf, Sanktmartin und Traunau abgehalten. Die Sanktandreser und Guttenbrunner sorgten für eine Neugestaltung der Kapellen im Ort, indem sie die Denkmäler restaurieren ließen.

Veröffentlichungen

Publikationen

– “Die Lenauschule sind wir”,
– Kochbuch “Heimat-Liebe geht durch den Magen” von Ramona Lamping,
– “Perjamosch 300 Jahre” ein Rückblick,
– “Stefan Jäger”-Kalender,
– Hildegard Zappel: “Banater Lieblingsrezepte”,
– “Kleine Stadtgeschichten Temeswar”,
“Heimat im Gespräch” herausgebracht vom HDO, mit Mitwirkung der Banater Landsmannschaft usw.

Verschiedenes

– Aufbau der Bundesgeschäftsstelle,
– Ehrung Dr. Franz Metz für seine Verdienste,
– Perjamoscher Heimatblatt ist das älteste,
– Zusammenarbeit mit Kulturreferenten,
– Tätigkeiten im Dokumentationszentrum Ulm,
– die Donauschwäbische Blasmusik,
– Die Aktivitäten von Dr. Hans Dama in Österreich,
– Vortrag von Dr. Hertha Schwarz in Landshut

Statistik

Zurzeit hat die Landsmannschaft der Banater Schwaben 9.593 Mitglieder. Es ist ein Rückgang zu verzeichnen, und zwar durch Todeseintritte.
Prozentual gesehen ist die Altersgruppe 68-79 mit der höchsten Prozentzahl: 39,96%.
In Baden-Württemberg leben 4.075 Mitglieder und in Bayern 4.089.
Die durchschnittliche Länge der gekündigten Mitgliedschaften ist 28,17 Jahre. Längste gek. Mitgliedschaft liegt bei 59 Jahren.

Blick in den Saal. Foto: N. Dornstauder

Finanz- und Kassenprüfungsbericht

Jürgen Griebel, stellvertretender Bundesvorsitzender, berichtete von der Finanzlage des Verbandes. Er wies auf die steigenden Kosten der letzten Jahre hin. Papier und Postgebühr sprengen den Rahmen. Die Herausgabe und die Versendung der Verbandszeitung Banater Post müssen neu überlegt werden. Der Tag der Heimat 2024 kostete den Verband viel Geld. Auch da katapultieren die Kosten in die Höhe. Um zukünftig vernünftig zu wirtschaften, muss der Vorstand in kürzester Zeit ernsthafte Überlegungen vorantreiben.

Kurt Lohmüller, der Kassenprüfer, schilderte das Vorgehen der Prüfungsvorgänge. Ernsthafte Beanstandungen waren nicht zu verzeichnen.

Neuwahl des Bundesvorstandes

Nachdem die Entlastung des Vorstandes beantragt war, kam es zur Bestellung des Wahlleiters und der Wahlhelfer.
Als Wahlleiterin wurde Frau Helmine Buchsbaum (Stadtratsfraktion Nürnberg) gewählt. Zunächst erklärte sie den Wahlvorgang.

Das Wahlergebnis:

Peter-Dietmar Leber wurde einstimmig (100 %) erneut zum Vorsitzenden des Bundesvorstandes der Landsmannschaft der Banater Schwaben gewählt.
Die Wahl der Stellvertreter: Jürgen Griebel, Christine Neu, Georg Ledig und Harald Schlapansky.

NEU: Als Beisitzer in den Bundesvorstand wurden der Orzydorfer Eduard Ortmann und der Sanktandreser Johann Janzer gewählt.
Vor der Wahl stellten sich beide Kandidaten den Delegierten vor.
Walter Keller trat nicht mehr. Er wurde vom Vorsitzenden verabschiedet.

Eduard Ortmann
Johann Janzer

Der neu gewählte Bundesvorstand der Landsmannschaft der Banater Schwaben

Von li. nach re.: Patrick Polling, Anita Maurer, Jürgen Griebel, Georg Ledig, Harald Schlapansky, Peter-Dietmar Leber, Christine Neu, Johann Janzer, Eduard Ortmann

Zum Schluss wurde die deutsche Nationalhymne gesungen und das Meeting geschlossen.
Viele herzliche Glückwünsche erhielten die neu gewählten Vorstandsmitglieder und man wünschte ihnen auch ein gutes Händchen für die nächsten drei Jahre.

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