Banat aktuell


Auf dieser Seite bringen wir brandaktuelle Informationen aus der Region Banat.

Banat-Infos schnell, ausführlich und kompakt sind bei RADIO TEMESWAR (Höre mit!) zu hören.
Die deutschsprachigen Sendungen kann man täglich um 12 Uhr (MEZ) AM 630 kHz und 18 (MEZ) FM 105,9 auch auf unserer Website HIER abrufen. Sendungen der letzten Tage können unter http://www.funkforum.net/audio/deutsch/ nachgehört werden.
Vielen Dank der Hörfunkredaktion (Astrid Weisz, Hannelore Neurohr, Adi Ardelean, Raluca Nelepcu, Tatiana Sessler, Daniel Spataru) für die informativen und unterhaltsamen Sendungen in deutscher Sprache.
Ebenfalls aktuelle Infos (auch übers Banat) können Sie unter Allgemeine Deutsche Zeitung erfahren.

Telegramm + Telegramm + Telegramm + Telegramm

02.10.2026. Ein Banater Schwabe für ein Jahrhundert Ignaz Bernhard Fischer, der verdienstvolle Vorsitzende des Vereins der ehemaligen Russlanddeportierten, wird 100: „Viel Glück, Gesundheit und ein langes Leben!“ Ein Leitsatz des Jubilars: „Ich lege mein Leben in Gottes Hände!“ Bis zum heutigen Tag hat er sich unermüdlich für die Sache der ehemaligen Russlanddeportierten, und als streitbarer Geist für die Wiedergutmachung des den Deutschen aus dem Banat und Rumänien zugefügten Unrechts eingesetzt. Für die heutige Generation wie auch die folgenden Generationen der Banater Deutschen sieht er sich nicht nur als Mahner vor dem Unheil sondern auch als Mutmacher.

25.09.2026. Mehr als 750 Menschen haben sich in diesem Jahr am OncoHelp-Crosslauf in Temeswar beteiligt und damit für einen neuen Teilnehmerrekord gesorgt. Auch das Spendenziel wurde deutlich übertroffen: Statt der ursprünglich angestrebten
18.500 Euro kamen mehr als 23.000 Euro zusammen. Der OncoHelp Lauf wurde in diesem Jahr zum siebten Mal veranstaltet.

24.09.2026. Im Rahmen der Diözesanwallfahrt zum Hochfest des heiligen Gerhard, an der sich fast alle Priester aus dem Temeswarer Bistum und hunderte Gläubige aus dem Banat beteiligten, segnete der Temeswarer Diözesanbischof Josef Csaba Pál in Tschanad auch den Kirchweihbaum im Hof des Pfarrhauses, im Beisein des Ortspfarrers, Domherr Tamás Bene und der Tschanader Trachtenpaare (deutsche und ungarische). Zuvor hatte er in der römisch-katholischen Pfarrkirche das Pontifikalamt zum Patrozinium gefeiert.

23.09.2026. Der Temescher Kreisrat stellt insgesamt mehr als 7,8 Millionen Lei aus seinem Haushaltsreservefonds für 24 Städte und Gemeinden im Kreis Temesch sowie die Banater Metropolie bereit. Die entsprechende Mittelverteilung wurde in einer außerordentlichen Sitzung des Kreisrats beschlossen. Die Sitzung und die Verteilung von Mitteln aus dem Reservefonds waren zuvor offiziell angekündigt worden. Den höchsten Einzelbetrag erhält Sarafol mit 600.000 Lei. Jeweils 450.000 Lei gehen an Großjetscha und Morawitza. Je 400.000 Lei erhalten Gottlob und Warjasch. Für Tschanad, Darowa, Giseladorf, Jebel, Lowrin, Nitzkydorf, Wojteg usw. sind jeweils 300.000 Lei vorgesehen

19.09.2026. Beim Sitz der Rentnervereinigung Kikinda, Wojwodina/Serbien, fand innerhalb der „Tage des Kürbisses“ 2026, ein Kulturprogramm mit Beteiligung der deutschen „Enzian“-Volkstanzgruppe Reschitza (Koordination: Marianne & Nelu Florea) statt. Die Reschitzaer traten mit traditionellen Volkstänzen aus dem Banater Bergland auf, die mit großem Applaus belohnt wurden.

18.09.2026. In Temeswar ist die Ausstellung „Picasso en visite“ eröffnet worden. Die on Art Encounters organisierte Schau erinnert an den Jahrestag von Pablo Picassos erstem Besuch im Grimaldi-Schloss in Antibes am 17. September 1946. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Musée Picasso in Antibes.

18.09.2026. Die Industrie- und Handelskammer Temesch hat einen neuen Wirtschaftsdialog zwischen Unternehmen aus dem westrumänischen Verwaltungskreis und aus Recklinghausen, Deutschland, organsiert. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Suche nach konkreten Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit und die weitere Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Regionen. Die deutsche Wirtschaftsdelegation wurde von Silke Ehrbar-Wulfen, Erster Beigeordneter und Finanzdezernentin der Stadt Recklinghausen, geleitet. Ihr gehörten Vertreter von 17 deutschen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen an, darunter Handel, industrielle Anlagen, industrielle Kühltechnik, Spirituosenproduktion, Fleischverarbeitung, alternative Medizin, Software und IT sowie Unternehmensberatung.

16.09.2026. Mehr als ein Jahrhundert nach der ursprünglichen Planung ist eine „Statue“ des Heiligen Gerhard in Temeswar an ihrem vorgesehenen Platz zu sehen. Die zeitgenössische Darstellung des Bildhauers Aurelian Scorobete wurde auf einem der Sockel der ehemaligen Bischofsbrücke, heute Mihai-Viteazul Brücke, im Rahmen der Kulturveranstaltung „Ecluze pe Bega“ angebracht. Der Sockel war bereits 1913 für eine Darstellung des Heiligen Gerhard vorgesehen, blieb jedoch über Jahrzehnte leer. Nun soll die Figur für einige Monate den historischen Ort prägen. Die Initiatoren laden Passanten ein, bei einem Besuch der Brücke auch nach oben zu schauen – dort, wo der Heilige Gerhard, der erste Bischof der römisch-katholischen Diözese Tschanad, nun wieder über die Bega blickt.

15.09.2026. Die Stadt Temeswar ist derzeit Gastgeber einer französischen Wirtschaftsdelegation, die sich im Rahmen einer mehrtägigen Studienreise mit der Zukunft europäischer Großstädte beschäftigt. Mehr als 30 Führungskräfte französischer Unternehmen aus den Bereichen Stadtentwicklung, Immobilien, Bauwesen und Infrastruktur nehmen ebenso teil wie Vertreter des Pariser Palladio-Instituts und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

14.09.2026. Der neue Campus der „Victor Babes“ Universität für Medizin und Pharmazie in Temeswar ist fertiggestellt und offiziell abgenommen worden. Die Investition beläuft sich auf rund 160 Millionen Lei. Der Komplex wurde auf einem mehr als 21.000 Quadratmeter großen Grundstück errichtet und verfügt über eine bebaute Fläche von mehr als 15.000 Quadratmetern. Der neue Campus soll moderne Bedingungen für Studium, Forschung, Wohnen, Sport und Rehabilitation bieten. Zum Komplex gehören zwei Hörsäle mit jeweils 120 Plätzen, zehn Seminarräume, eine Bibliothek mit Lernräumen sowie ein Konferenzzentrum mit vier Sälen und einer Kapazität von bis zu 400 Personen. Hinzu kommen ein anthropologisches Museum, ein multikulturelles Studentenzentrum und ein multifunktionales Ausstellungszentrum.

13.09.2026. Vier Gedenkplatten wurden bei einer würdevollen Feier im Kirchgarten der katholischen Kirche von Johannisfeld eingeweiht. Drei der Marmortafeln sollen zugleich gedenken und mahnen: an Krieg und seine Folgen. Angebracht wurden sie am bereits bestehenden Kriegerdenkmal für die gefallenen Johannisfelder aus dem Ersten Weltkrieg. Nun kam eine Tafel in Gedenken an die Gefallenen aus dem Zweiten Weltkrieg hinzu, eine weitere in Gedenken an die Russlandverschleppung und eine an die Zwangsumsiedlung in die Baragansteppe. Eine vierte Marmortafel hält das Jahr der Dorfgründung durch deutsche Kolonisten fest: 1806. Also vor 220 Jahren.

12.09.2026. Mehr als 50 Radfahrer haben an einer Radtour durch die Banater Heide teilgenommen, die Radio Temeswar anlässlich von 70 Jahren seit den ersten Sendungen in deutscher und serbischer Sprache organisiert hatte. Die rund 39 Kilometer lange Strecke führte von Billed über Großjetscha und Bogarosch nach Lenauheim und über Groß- und Kleinjetscha zurück nach Billed. Dabei ging es weniger um sportliche Leistung als um eine Begegnung mit der Geschichte und Gegenwart jener Dörfer, die seit dem 18. Jahrhundert wesentlich von den Banater Schwaben geprägt wurden.

12.09.2026. Der Nutella- und „Kinder“-Hersteller Ferrero soll demnächst eine Fabrik in Temeswar eröffnen. Der italienische Süßwarenkonzern hat bestätigt, dass er seine erste Produktionsstätte in Rumänien in der Banater Großstadt eröffnen will. Nach Angaben des Unternehmens steht Ferrero kurz vor dem Abschluss der Übernahme einer bereits bestehenden Industrieanlage.

10.09.2026. Das Nationale Kunstmuseum Temeswar (MNArT) und der Temescher Kreisrat eröffneten die Ausstellung „LIMINAL. Die Erinnerung des Wassers und des Steins. Ausdrucksvolle Veränderungen und Wiedergewinnungen“. Die Ausstellung der Künstlerin Bianca I. Bondoc entstand in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Kunst und Design sowie der Kunst-Doktorandenschule der West-Universität Temeswar (UVT).

07.09.2026. Mit Freude und festlicher Stimmung wurde der Beginn des neuen Schuljahres an der deutschen Nikolaus Lenau-Schule in Temeswar gefeiert. Die feierliche Eröffnung fand an drei der vier Schulstandorte statt: in der sogenannten „kleinen Schule“ am Dom platz, im Mincu-Gebäude, auch als „Lenau 2“ bekannt, sowie im ehemaligen Internatsgebäude in der Nemoianu-Straße. Besonders groß war die Aufregung bei den mehr als 100 Kindern der fünf neu gebildeten Vorschulklassen und ihren Eltern, die einen wichtigen neuen Lebensabschnitt begannen.
Am Banater Nationalkolleg (CNB) in Temeswar ist das neue Schuljahr mit rund 2450 Schülern gestartet. Eine wichtige Rolle spielt nach wie vor die deutsche Abteilung, die vom Vorschulbereich bis zur zwölften Klasse ein durchgängiges Bildungsangebot in deutscher Muttersprache bietet. Rund 320 Kinder und Jugendliche besuchen derzeit die deutschen Klassen am CNB.

07.09.2026. „Herbst in Temeswar“ eröffnet Kultursaison. Die Organisation für Reisezielmanagement OMD/VisitTimisoara hat offiziell die Herbst-Kultursaison in der Bega-Stadt eröffnet. Die Kampagne „Herbst in Temeswar“ nimmt sich vor, die Stadt Temeswar von September bis November 2026 mit zahlreichen Veranstaltungen aus den Bereichen Kunst, Architektur, Film, Musik und Gastronomie auf dem Programm für Stadtbesucher attraktiv zu machen. Zu dem Höhepunkt des Herbstes gehört die Eventausstellung mit Werken von Pablo Picasso. Mit der Kampagne soll die Stadt als Kultur- und Städtereiseziel im In- und Ausland weiter bekannt gemacht werden.

05.09.2026. Wie viele Touristen soll Temeswar in den kommenden Jahren anziehen? Welche Gäste möchte die Stadt erreichen – und welche Art von Tourismus soll künftig gefördert werden? Mit diesen Fragen haben sich die Organisation für Destinationsmanagement Temeswar (OMD) Visit Timisoara und die internationale Destinationsmarketing-Agentur Toposophy seit 2024 beschäftigt. Nach fast zwei Jahren Arbeit, zahlreichen Interviews und Studien mit Vertretern aus Verwaltung, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen sowie mit Touristen und Einwohnern haben die Partner nun die Ergebnisse und den dazugehörigen Maßnahmenkatalog vorgestellt. Temeswar, 2026 zur „Destination of the Year“ gewählt, konnte laut Visit Timisoara trotz des allgemeinen Rückgangs im rumänischen Tourismus seine Nachfrage weitgehend stabil halten.

05.09.2026. Zum Beginn des neuen Schuljahres 2026 eröffnet die Stadtverwaltung von Temeswar zwei neue Kinderkrippen. Das öffentliche Betreuungs- und Bildungsangebot wird für Kleinkinder um mehr als 140 Plätze erweitert. Die neuen Einrichtungen sollen eine der größten Herausforderungen für junge Familien in Temeswar abfedern: den Zugang zu moderner, qualitativ hochwertiger frühkindlicher Bildung in Wohnortnähe.

02.09.2026. Der Abgeordnete des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, Ovidiu Gant, wurde in seinem Amt als Sekretär der Abgeordnetenkammer im Rumänischen Parlament bestätigt. Zusammen mit drei weiteren Parlamentskollegen wird er dieses Amt in der anstehenden Sitzungszeit bekleiden. Die Sekretäre gehören zum engen Leitungsgremium der Abgeordnetenkammer und werden zu Beginn jeder Sitzungszeit gewählt bzw. in ihren Ämtern bestätigt.

01.09.2026. Die anhaltende Trockenheit macht sich im Kreis Arad auch an der Marosch bemerkbar. Nach Angaben der Arader Wasserbehörde sind derzeit alle Zuflüsse des Flusses auf dem Gebiet des Kreises Arad ausgetrocknet. Der Durchfluss der Marosch liegt an den wichtigsten Messstellen nur noch bei rund einem Drittel des für diese Zeit üblichen langjährigen Mittels. Die Wasserbehörde teilte mit, dass die fehlenden
Niederschläge der vergangenen Monate den Wasser stand deutlich gesenkt hätten.

27.08.2026. Der restaurierte Wasserturm in der Temeswarer Josefstadt soll künftig stärker touristisch und kulturell genutzt werden. Die Stadt Temeswar überlässt das historische Gebäude der Destinationsmanagement-Organisation/Organizatia de Management al Destinatiei (OMD) für zehn Jahre kostenlos. Der Kommunalrat hat der Nutzung für die „Betreibung, Aktivierung und Verwertung als kulturell-touristisches und Bildungsobjekt“ zugestimmt.

23.08.2026. Archäologische Untersuchungen entlang der künftigen modernisierten Bahnstrecke zwischen Karansebesch und Lugosch haben einige der bedeutendsten archäologischen Funde in Westrumänien zutage gefördert. Bislang wurden 23 archäologische Fundstätten identifiziert. Sie dokumentieren die Besiedlung dieser Region über einen Zeitraum von mehr als 3000 Jahren – von der Vorgeschichte bis zum frühen Mittelalter.

22.08.2026. Das Banater Dorfmuseum Temeswar erweitert seinen Bestand um zwei traditionelle Bauwerke aus dem Kreis Karasch-Severin, die vor dem Verfall gerettet werden sollen: einen traditionellen Hirtenhof und eine Wassermühle nahe der Gemeinde Bozovici. Beide Gebäude werden abgebaut und nach Temeswar transportiert. Dort sollen sie dokumentiert, konserviert und restauriert werden, bevor sie auf dem Museumsgelände wieder aufgebaut werden.

21.08.2026. Ein ungewöhnlicher Schwelbrand beschäftigt seit Monaten die Fachleute im Naturpark Marosch-Auen bei Arad. In einem Waldgebiet zwischen Arad und Petschka brennt der Boden stellenweise unterirdisch weiter; das Feuer greift von den Wurzeln auf die Baumstämme über und lässt einzelne Bäume von unten nach oben aus brennen. Die genaue Ursache ist bislang nicht geklärt. Besonders betroffen ist der Bereich des sogenannten Toten Marosch-Arms. Dort ist der Boden an manchen Stellen heiß und stark aufgelockert, während unter der Oberfläche weiterhin Brandspuren und Glutnester zu finden sind.

Quelle: Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien, Radio Temeswar, Dioecesis Timisoarensis, DFDR sowie Berichterstatter unserer HOG.

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